CLUBZWEI pres

CLUBZWEI_APRIL

DENA
listen ➥ https://soundcloud.com/denaftb
watch ➥ http://www.youtube.com/watch?v=zv4y5hEuRvg
http://denafromtheblock.com/

 

Das Treiben in den Strassen hat es DENA schon immer angetan: Als Neunjährige nahm Denitza Todorova, so steht’s in ihrem Reisepass, zusammen mit ihrer Schwester spontan ein paar Kiddie-Rap-Tracks auf, und eines dieser Stücke handelte z.B. von der Milchfrau, die jeden Tag in ihrer Nachbarschaft Halt machte.

 

Rund zwei Jahrzehnte später, ein paar tausend Kilometer von ihrem Heimatland Bulgarien entfernt und nunmehr mit ihrem Debütalbum Flash in den Startlöchern haben DENAs Tracks inzwischen sehr viel mehr Druck (und noch viel mehr Bass) als jene ersten musikalischen Gehversuche auf Tape; eine Sache jedoch hat sich in den letzten 20 Jahren kein bisschen verändert: Ihre Musik spiegelt immer noch das wider, was in ihr vorgeht, was sie bewegt und was sie vor der Haustür und in ihrem direkten Umfeld erlebt. Auf Flash zeichnet sie ein Bild vom modernen (und z.T. ziemlich digitalen) Leben in der Metropole, aus der Hüfte geschossen, grobkörnig, eingängig, ohne Blatt vor dem Mund – und bringt dabei so viele Gefühls und Bass-Level zusammen, dass ihr aktueller Sound wie ein Prisma funktioniert: Sie bricht das Licht (in den Strassenzügen), die Geräuschkulisse, die Anekdoten, die Gefühlszustände, kurzumalles, was sie umgibt und verschnürt es zu Songs, die auf unterschiedlichsten Ebenen funktionieren.

 

Die im Süden Bulgariens geborene Boom-Pop-Senkrechtstarterin hat schon lange bevor ihr Album im Kasten war eindrucksvoll bewiesen, dass man sich auch dann über eine Million Views auf YouTube freuen kann, wenn man einfach mal über das Wetter (und Bling) redet: Ihr Netz-Smash „Cash, Diamond Rings, Swimming Pools“, zugleich Titeltrack der später bei Kitsuné erschienenen EP, war schliesslich auch ein Statement über das Klima in Berlin: „Ja, das Leben in Berlin und Westeuropa ganz allgemein basiert zu einem Grossteil auf der Hoffnung auf den nächsten Sommer“, meint Denitza, die 2005 nach Berlin kam, um Medientheorie und Visuelle Kommunikation zu studieren. „Alles wird da reinprojiziert, in dieses bessere Leben, diese besseren Zeiten, die der Sommer dann hoffentlich mit sich bringt.“ Als die View-Zahlen bei YouTube dann rasant in den Hunderttausenderbereich schnellten, wurde sie nicht nur von den grössten Medien – alles von Der Spiegel bis Dazed & Confused – abgefeiert, denn auch live sorgte sie inzwischen für Furore: z.B. beim SXSW-Festival 2013 oder im Vorprogramm von Acts wie Das Racist, Icona Pop und The Whitest Boy Alive (auf deren Alben sie zuvor schon als Gast ausgeholfen hatte).

 

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