RITOURNELLE – THE INHERITORS ALBUM TOUR

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Wir machen dieses Event-Ding in Clubs nun schon wirklich verdammt lange, haben spannende und langweilige Trends und Revivals miterlebt und ohne jetzt gar zu klug daher reden zu wollen, kann man doch festhalten: Fast alles war schon mal da. Irgendwie scheint Chicago-House oder Detroit Techno das Aufregendste zu sein, was einem seit den 80ern passieren konnte, warum würde man auch sonst landauf, landab nur in den selben abgedroschenen Vokabeln – ich sag nur „Deepness“ – von der guten alten Schule einer vermeintlich besseren Zeit sprechen, die man scheinbar so lange wiederholen und kopieren muss, bis einem was Besseres einfällt. Aber Old School ist vielleicht auch nur ein anderes Wort für einen unsäglich reaktionären Retro-Wahn, der uns in der ewigen Wiederholung des Gleichen gefangen hält und der verhindert, dass wirklich mal neue Ästhetiken gedacht werden dürfen.

 

 

Freunde, es geht auch anders. Deswegen machen wir Ritournelle. Deswegen buchen wir James Holden. Deswegen glauben wir an gute Vorsätze fürs neue Jahr. Wer Holdens neues Album „The Inheritors“ gehört hat, weiß, dass es ein Leben nach dem Club gibt und dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit nicht auf das copy/paste-Prinzip beschränkt bleiben muss. Dabei wäre die Welt wahrscheinlich völlig zufrieden gewesen, hätte er einfach immer wieder neue Versionen von „The sky was pink“ aus dem Rechner geklopft.

 

 

Holdens neue Stücke brechen mit Pop- und Club-Traditionen und zelebrieren das Morgen, schaffen jedoch gleichzeitig trotz allem Futurismus einen Link zu geistesverwandten (irgendwie nie in die Jahre gekommenen) Propheten des Neuen – Terry Riley, Tangerine Dream, Aphex Twin. Auf „The Inheritors“ vermischen sich neoavantgardistische Ansätze mit Ethno-Fragmenten, Krautrock, Minimal Music, Trance, IDM. Formlose Drones, archaische Grooves, psychedelische Synths, Ritual, Verführung, Wahnsinn.

 

 

Außerdem ist der gute James einfach einfach der beste DJ der Welt. Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt alle „Einspruch“ schreien, wird das jetzt hier mal so gesetzt. Mit seinen eigens entwickelten Controllern, der Komplexität seines Mixings und seiner wahnwitzigen Stückauswahl ist so ein DJ-Set mit nichts vergleichbar, was man sonst so geboten bekommt, wenn da oben einer steht, der dafür bewundert werden will, dass er auf Vier zählen kann.

 

 

Vielleicht hat man es gemerkt – Wir sind Fan … vielleicht sogar nicht ganz objektiv. Aber wir freuen uns einfach auch ungemein auf James Holden im KONG, das eine gewisse vorweihnachtliche Nestwärme quasi garantiert. Und wir sind tatsächlich der festen Überzeugung, dass jeder, der nicht kommt, für sich einen verdammt guten Grund finden muss. Wer nicht da war, wird für den Rest seines Lebens nicht dagewesen sein.

 

 

In diesem Sinne also:

 

 

Frohe Weihnachten

 

 

La Ritournelle

 

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