RITOURNELLE

Final FLyer front ritournelle_klein

RITOURNELLE – der etwas andere Sound im KONG, eine Event-Serie, gehostet von Tobias Staab (Die Registratur, downstairs.) und Eric Schönemeier (downstairs.). Der Sound: Differenz und Wiederholung, Psychedelik und Deepness. Der Off-Beat-Pop der Zukunft. PEARSON SOUND macht den Anfang.

Post-Dubstep ist ja irgendwie auch House 2.0. Schließlich werden die intensivsten House-Nummern dieser Tage fast durch die Bank von britischen Jungs produziert, die ihre Teenager-Tage in verkifften Echokellern zwischen Dubstep und UK-Bass verbrachten. Aber obwohl die neuen House-Helden um Martyn, Scuba oder eben PEARSON SOUND immer häufiger in vier Vierteln denken, bleiben ihre Produktionen erfrischend anders: Nie war House so deep, jackend und zugleich so komplex arrangiert.

Klar, dass da manche sagen werden: „If this is Dubstep, I want my money back“. Einiges hat sich geändert, seit David Kennedy, wie PEARSON SOUND mit bürgerlichem Namen heißt,  sein ursprüngliches Alter Ego RAMADANMAN hinter sich ließ. Allerdings kommt hier doch das Beste zweier Welten zusammen. Denn ganz egal, ob der HESSLE AUDIO Chef nun als RAMADANMAN, PEARSON SOUND oder MAURICE DONOVAN die Bühne betritt – die Handschrift bleibt unverkennbar. Die subkutanen Basslines etwa, die direkt im Gleichgewichtszentrum wirken und stets ein Gefühl zwischen Schweben und Fallen erzeugen. Oder die deep hallenenden Dubs, zwischen denen die Beats und Percussions wild in alle Richtungen fliehen. So klingt die Gegenwart, ganz einfach. Nicht umsonst reißen sich gerade auch Pop-Größen wie Radiohead oder M.I.A. um einen Remix aus seiner Hand. Mit Unterstützung von den sagenhaften CAT PEOPE und dem wunderlichen BRANE sollte in der Tat kein Fleck trocken bleiben.

Wenn Euch das gefällt, checkt unsere RITOURNELLE-Facebook-Seite für weitere Events. Da kommt noch einiges. Wir freuen uns auf Euch …

Hier noch ein Zitat aus dem Groove Magazine zu PEARSON SOUND’s unfassbar wegweisender Fabric-Mix-Compilation:

Mit dem Grundpegel einer erwartungsvollen Crowd eröffnet David Kennedy seinen Fabric-Mix und gibt schon mal den Ton vor: kein digitales ‚stretching‘n’matching’, sondern reine Echtzeit-Mix-Arbeit im Angesicht der hungrigen Meute. Und obwohl der Mann als Ramadanman und Pearson Sound auch hier seinem Ruf eines – im besten Sinne – intellektuellen Detailarbeiters gerecht wird, lässt er unmissverständlich durchblicken, dass dies hier sein Dance-Set ist: Highlights des vergangenen Jahres, aufgemischt mit Klassikern (Pinchs „Qawwali“), Zitaten (Joy Orbison) und vor allem seinem eigenen Output, der gut ein Drittel des Materials ausmacht und das Klangbild trotz Floor-Freundlichkeit dominiert: trickreiche Percussions, ein zarter House-Einschlag, Tempowechsel, Hakenschläge, Subbass-Walzen, und immer wieder tiefes Eintauchen in Ozeane der Deepness, bevor die nächste Nummer wieder den Aufschwung einläutet. Etwa wenn das Die Barbie Musik Kollektiv den Ball von Burial übernimmt und mit Handclap-Power und Synthie-Schlieren das druckvolle letzte Viertel einläutet. Die Spannung ist enorm, der Mix makellos. Ganze dreißig Tracks nimmt Kennedy unterwegs mit, sie vergehen wie im Flug.